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Ehe für alle

Das Partnerschaftsgesetz für Schwule und Lesben hat nun „Jubiläumsreife“. Vor fünf Jahren feierte die Community euphorisch, dass Liechtenstein am 19. Juni 2011 das Partnerschaftsgesetz mit 68.8% der Stimmen angenommen hat. Das war ein Schritt in die richtige Richtung.

In diesem Zeitraum haben 14 Paare die Gelegenheit wahrgenommen, ihr Zusammenleben vor dem Standesamt als Partnerschaft einzutragen.

In der Zwischenzeit ist eine andere Generation „nachgewachsen“, eine, die sich nicht mehr damit abfinden kann, immer noch als Menschen zweiter Klasse wahrgenommen zu werden. Sobald Formulare auszufüllen sind, müssen sich „Verpartnerte“ in der Öffentlichkeit outen. Ob sie das wollen oder nicht, könnten sie beim Status „verheiratet“ ankreuzen, wäre das unverfänglich. Das mag ein kleines Detail sein, für die Betroffenen aber immer wieder ein ärgerlicher Umstand.

Keine Peanuts

Nach wie vor scheint die Ehe für alle für viele Heterosexuelle ein Problem zu sein. Ganz schnell wird der Katholizismus bemüht, die Kirche bemüht sich, ihren Beitrag Richtung „Eherettung“ zu leisten und wir kommen keinen Schritt weiter.

Die Ehe ist erst einmal eine staatliche Angelegenheit. Kein Mensch muss kirchlich heiraten. Insofern ist es keine Glaubensfrage, wenn man für die Ehe – auch für Homosexuelle – plädiert. Der Vorteil einer Ehe für alle ist eindeutig. Sie würde das Ende jeder noch so versteckten Diskriminierung bedeuten, weil sie gleichzeitig und automatisch wirklich gleiche Rechte und Pflichten beinhalten würde. Dass in der Schweiz kürzlich das Adoptionsrecht für Stiefkinder durch Homosexuelle angenommen wurde, begrüsst Flay ausdrücklich.

Es gibt noch viel zu tun

Zum 5jährigen Jubiläum, an das Flay mit einem Stand am Staatsfeiertag in Vaduz erinnert, will Flay vor allem darauf hinweisen, dass es weiter gehen muss, wenn Diskriminierung endgültig vorbei sein soll. Solange „Anderssein“ „andere Behandlungen“ braucht, so lange werden offene und latente Diskriminierungen an der Tagesordnung bleiben.

Flay wird sich auch oder gerade in Zukunft dafür einsetzen, dass es keinen Unterschied mehr macht, ob jemand heterosexuell oder homosexuell ist, wenn er oder sie vor dem Standesbeamten steht.

Der Flay Vorstand

09.06.16

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